Senioren Servicedienste Köln e. V. – Kölner FriedhofsMobil


Kirchenzeitung: Kölner Friedhofsmobil jetzt im Doppelpack

erstellt am: 01.11.2019 | Kategorie(n): Presse

„Senioren Servicedienste Köln“ wird von der Stadt unterstützt und erhält zweites Fahrzeug.

Noch heute, 17 Jahre nach seiner Einfüh­rung, ist das Kölner Friedhofsmobil in Deutschland ein herausragendes Ange­bot -zumindest wenn man die Intensität und den Umfang der Leistung betrachtet. Der kos­tenlose Abhol- und Fahrdienst garantiert den Kölner Bürgern Mobilität bis ins hohe Alter. Oftmals wäre es für geh- oder sehbehinder­te Menschen oder Senioren im hohen Alter schwierig bis unmöglich, die eigenen Ange­hörigen auf dem Friedhof zu besuchen, wenn nicht der hilfsbereite Friedhofsmobil-Fahrer Godehard Bettels zur Seite stünde.

Seit der ersten Fahrt am 22. April 2002 wurden bis heute geschätzt 27 000 Fahrten zu allen 59 Kölner Friedhöfen unternommen (30 pro Woche), was einer Fahrstrecke von über 400 000 Kilometern entspricht. Bettels ist bei seinen Touren gleichzeitig „Seelsorger“, zu­verlässige Stütze und hilfsbereiter Organisator in vielen Fragen rund um den Friedhof.

Jetzt hat das bisher einzige Kölner Fried­hofsmobil Verstärkung bekommen durch die Neuanschaffung eines zweiten Fahrzeuges. Auf Initiative des Vorsitzenden des Vereins „Senioren Servicedienste Köln“, Josef F. Ter­früchte, hat der Ausschuss für Soziales und Senioren der Stadt Köln beschlossen, dass die „Senioren Servicedienste Köln“ jährlich mit einem mittleren fünfstelligen Betrag unter­stützt werden, um das Angebot des gemein­nützigen Fahrdienstes auszuweiten. „Wir freu­en uns riesig, dass ab sofort doppelt so viele Termine angeboten werden können. Die wich­tigen Fahrten zu den letzten Ruhestätten von geliebten Angehörigen -verbunden mit einem kleinen Ausflug ins Grüne und Kommunikati­on mit unserem Fahrer – sind für unsere Fahrgäste oftmals ein Licht­blick im tristen Alltag und ein Ausbruch aus der Einsamkeit. Nun können wir endlich noch mehr Kölner Bür­gern eine regelmäßige Freude bereiten“, zeigt sich der Friedhofsmo­bil-Gründer JosefF. Ter­früchte begeistert von der Entscheidung der Kölner Politik. „Wir ha­ben pünktlich eine sym­pathische und kompe­tente Fahrerin für das zweite Auto gefunden und sind somit startklar für unsere hilfsbedürf­tigen Senioren rechts­- und linksrheinisch“.

Zusätzlich zu den städtischen Unterstützern bleibt auch die Altenhilfe-Aktion der Kölner Rundschau ,,Die gute Tat“ fest an der Sei­te des Kölner Friedhofsmobils und beschied ebenfalls den eingereichten Förderantrag po­sitiv, so dass in diesem Jahr zum wiederholten Male ein fabrikneuer Renault Kangoo ZE mit­finanziert wurde. Das Besondere am zweiten Kölner Friedhofsmobil ist der geräuscharme und emissionsfreie Betrieb dank Elektromo­tor. Getankt wird 100 Prozent Ökostrom aus Wind- und Solaranlagen sowie deutscher Wasserkraft. „Dank der von der Stadt Köln eförderten Initiative eines weiteren Friedhof­mobiles schaffen wir in Köln ein niedrigschwel­liges Angebot für ältere Menschen. Das Fried­hofsmobil bietet auch einen Ort des Austau­sches und der Information“, freut sich Dr. Harald Rau, Dezernent für Soziales, Umwelt, Wohnen und Gesundheit. Für die laufenden Betriebskosten kommen die Kölner Friedhofsgärtner mit ihrem jährlichen Mitgliedsbeitrag auf Zusätzlich stehen Spen­dengelder von Privatleuten und aus der Wirt­schaft zur Kostendeckung zur Verfügung. Terminvereinbarungen sind montags bis frei­tags von 9 Uhr bis 12 Uhr unter Telefon (08 00) 7 89 77 77 (kostenlos aus dem Fest­netz) möglich. Weitere Informationen gibt es im Internet.