Senioren Servicedienste Köln e. V. – Kölner FriedhofsMobil


Kölner Stadt-Anzeiger: Trauernden Senioren einen Halt geben

erstellt am: 28.08.2018 | Kategorie(n): Presse

Josef. F. Terfrüchte schuf ein bislang einzigartiges Konzept, er fährt ältere Menschen kostenlos zum Grab ihrer Lieben

VON MARIA MACHNIK

Josef F. Terfrüchtes Bestleistung beschränkt sich nicht auf einen einzigen Moment. Sie dauert an – und das schon seit 17 Jahren – und ist „bislang immer noch einzigartig in Deutschland“, sagt er mit einem gewissen Stolz.

Gemeint ist das erste Friedhofsmobil, das seit dem 24. April 2002 Woche für Woche nach einem festen Plan die 59 Kölner Friedhöfe anfährt. Seither „begleiten wir jährlich 1600 bis 1800 Senioren zum Friedhof“, sagt der Wahl-Geyener (siehe Kasten „Mit dem Auto auf den Friedhof“).

Entsprungen ist die Idee, das Friedhofsmobil ins Leben zu rufen, dem Wunsch zu helfen. Beruflich – Josef F. Terfrüchte war 33 Jahre lang Geschäftsführer der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner – habe er oft erlebt, dass ältere Menschen darüber klagten, sie kämen nicht mehr zum Friedhof, um am Grab ihrer lieben Verstorbenen zu trauern. „Beispielsweise, weil sie in Mühlheim lebten, der verstorbene Partner aber auf Melaten lag.“

An einem Freitagabend im Jahr 1999, auf dem Weg ins Wochenende, war der Gedanke plötzlich da: „Ein Friedhofsmobil muss her für ältere Menschen, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen, weil ein Taxi zu teuer ist, nicht mehr zum Friedhof kommen.“

Großer Bedarf

Angespornt von den Worten eines Freundes „Wenn du Zeit hast, mach es“, und dem Zuspruch seiner Frau, machte sich der dreifache Vater auf die Suche nach Möglichkeiten, um sein Vorhaben umzusetzen. „Mir war klar, dass der Bedarf groß war.“

Einfach zu realisieren war die Idee, die er selbst für „gut, praktikabel und machbar“ hielt, allerdings nicht. Karitative Einrichtungen kamen nicht in Frage, da „jeder Transport Geld gekostet hätte und sehr aufwendig gewesen wäre“. Die Reaktion des Bundesamtes für Zivildienst in Köln, dem er sein Konzept im Oktober 2000 vortrug, sei zwar sehr positiv gewesen. „Ich hätte einen Zivildienstleistenden bekommen. Als ich die Rahmenbedingungen studiert habe, ist mir aufgefallen, dass er wegen diverser Veranstaltungen immer wieder ausgefallen wäre.“

Nachdem sich beide Möglichkeiten zerschlagen hätten, sei ihm klar geworden, dass er einen Geldgeber für sein Vorhaben brauche. Kurzentschlossen gründete der gebürtige Westfale in Absprache mit den Mitgliedsbetrieben der Genossenschaft den Träger-Verein Senioren Servicedienste Köln.

„Rund 50 von mehr als 80 haben gesagt, dass sie bereit sind, die finanzielle Basis zu schaffen und dem Verein beizutreten.“ Mit der Satzung, die im Dezember 2001 rechtskräftig wurde, war ein entscheidender Schritt getan. Bei der Suche nach einem Fahrer war das Arbeitsamt behilflich. „Es hat mir zugesagt, dass ich einen Fahrer bekomme. Das Gehalt für ein Jahr war somit finanziert.“ Unter den 46 Bewerbern entschied sich Josef F. Terfrüchte für Godehard Bettels, einen ausgebildeten Grafiker und Illustrator. „Mir war wichtig, dass er soziale Kompetenz und Geduld hat und zuhören kann. Seine ruhige Art hat mich überzeugt.“

Fehlte nur noch ein fahrbarer Untersatz. Doch der war schnell gefunden, wie sich Josef F. Terfrüchte erinnert. Dank seiner guten Kontakte, habe er einen Unterstützer für das Projekt gewinnen können, der 10 000 Euro gespendet habe. „Gemeinsam mit meinem Sohn habe ich bei allen Autohäusern angeklopft. Schließlich habe er bei Renault einen Kangoo, „das beste Auto für Senioren“, ausgesucht. „Sie haben uns einen guten Preis gemacht, ich musste nur noch 2000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen drauflegen.“

Am 24. April 2002 trat Godehard Bettels seine erste Fahrt an. „Seither hat das erste Kölner Friedhofsmobil rund 24 000 Fahrten zu den 59 Kölner Friedhöfen unternommen.“ Inzwischen hat Fahrer Bettels den vierten Renault Kangoo. Die ersten beiden hat der Verein zum Großteil aus Spenden finanziert, die letzten beiden hat die Rundschau-Altenhilfe „Die gute Tat“ gestellt.

„Wie in all den Jahren zuvor“, ist Josef F. Terfrüchte für den Verein Senioren Servicedienste Köln „unablässig“ auf der Suche nach Unterstützern. „Nur mit dem Versenden von Briefen ist es nicht getan“, weiß er aus Erfahrung. Der Verein brauche pro Jahr 50 000 Euro, um das Friedhofsmobil am Laufen zu halten.

Das Geld werde benötigt für Treibstoff, Versicherung, Wartung, der Großteil sei für Godehard Bettels. „Ich habe mir mühsam einen Spenderstamm aufgebaut“, sagt Terfrüchte.

Hart an der Grenze Auch „wenn es immer hart an der Grenze ist“, wird Josef F. Terfrüchte nicht müde, für das deutschlandweit immer noch einzigartige Konzept zu werben. Er habe vier Wochen lang in ganz Deutschland recherchiert, etwas Vergleichbares habe er nicht gefunden. Es sei ja auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, die älteren Menschen für einige Zeit aus ihrer Isolation und Einsamkeit herauszuholen.

Ein Ansporn, nicht nachzulassen, seien die positiven Reaktionen beispielsweise von Prominenten. 2007 haben die Kabarettisten Jürgen Becker, Martin Stankowski und Pfarrer Franz Meurer in ihrem Buch „Von wegen nichts zu machen“ das Kölner Friedhofsmobil als nachahmenswerte lokale Initiative aufgeführt.

In erster Linie sind es aber die anerkennenden, berührenden Dankesworte der „Mitfahrenden“, die den Verein, Josef F. Terfrüchte und Godehard Bettels auf Karten, in Briefen oder online erreichen. Hier einige Beispiele: „Ich habe meinen Frieden gefunden“, „ich war nicht nur am Grab, ich habe auch den Dom gesehen“, „so, jetzt bin ich wieder glücklich, dass ich bei ihm sein durfte“, „ich komme in Gegenden, in denen ich schon ewig nicht mehr war“, „schön, dass es diese Einrichtung gibt“.

Inzwischen ist das Friedhofsmobil so gefragt, dass die Senioren sechs Wochen auf einen Termin warten müssen. Um die Wartezeit zu verkürzen und „um den Senioren auch im Speckgürtel von Köln“, wie etwa in Pulheim, den Besuch eines Kölner Friedhofs zu ermöglichen, möchte Josef F. Terfrüchte ein zweites Friedhofsmobil anschaffen.

Denn: „Es ist großartig, wenn man etwas geschaffen hat und die Menschen es annehmen.“

Kölner Rundschau: Die GUTE TAT sorgt für Mobilität

erstellt am: 11.06.2018 | Kategorie(n): Presse

Fahrzeuge der Rundschau-Altenhilfe ermöglichen Teilhabe auch im hohen Alter

Wenn im Alter die Mobilität eingeschränkt ist, dann wird es um viele Menschen still und einsam. Ihnen weiter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, gehört zu den Zielen der Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT. Ein Beispiel dafür ist das Friedhofsmobil der Senioren Servicedienste Köln. Seit mehr als 15 Jahren holt es ältere Menschen zu Hause oder im Seniorenheim ab, und bringt sie bis zum Grab ihrer Liebsten auf einen der 59 Friedhöfe im Stadtgebiet. An Bord des inzwischen schon zweiten Fahrzeuges, das aus Spenden der Rundschau- Leser finanziert wurde und seit Anbeginn von Godehard Bettels gefahren wird, ist alles, was für die Grabpflege gebraucht wird. Wie dankbar die im Schnitt 82,9 Jahre alten Senioren für diesen Service sind, zeigen nicht nur die vielen Dankesworte, die auf der Internetseite des Senioren Service Dienstes zu finden sind, sondern auch bis zu 1800 Fahrten und mehr als 40 000 zurückgelegte Kilometer jährlich. Seit ihrer Gründung in den 50er Jahren hat die Rundschau- Altenhilfe mehrere Hundert Fahrzeuge für Senioreneinrichtungen im Verbreitungsgebiet der Rundschau aus Spenden finanziert, ob in Köln, Bonn, im Rheinischen- Bergischen Kreis, ebenso wie in Oberberg, dem Rhein-Erft- Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis oder im Kreis Euskirchen. Kirchengemeinden sind darunter, Seniorenheime, Begegnungsstätten, aber auch das sozialpsychiatrische Zentrum in Troisdorf. Auch der Förderverein der Dorfgemeinschaft Thier besitzt ein Fahrzeug der GUTEN TAT. In dem Wipperfürther Ort wird der Renault Kangoo unter anderem eingesetzt, um ältere Mitbürger zum Einkaufen in den Dorfladen zu fahren oder ihnen von dort Einkäufe nach Hause zu bringen. Das Besondere: Die Dorfgemeinschaft betreibt den Lebensmittellladen selbst in einer Genossenschaft. Ältere Menschen können den Service per Anruf im Dorfladen buchen. Ehrenamtliche Fahrer bringen ihnen dann die Bestellung nach Hause. Senioreneinrichtungen, die Interesse an einem Fahrzeug der Rundschau-Altenhilfe haben, wahlweise sind ein Kleinbus oder Pkw möglich, können sich auf der Internetseite www.rundschau-online.de/altenhilfe/ ein Antragsformular herunterladen. Voraussetzung für die Antragstellung ist ein Nachweis der Gemeinnützigkeit durch einen Freistellungsbescheid, zudem sollte der Verwendungszweck des Fahrzeuges beschrieben werden. Über die Anträge entscheidet ein Gremium der Rundschau-Altenhilfe im Frühjahr eines jeden Jahres. (kmü)

Praxis PalliativCare: Kommunale Sorge um trauernde Mitbürgerinnen

erstellt am: 01.06.2018 | Kategorie(n): Presse

Vollständiger Artikel als PDF aus Praxis PalliativCare 38/2018

Marktblatt BGM Köln: Leuchtturmprojekt zur Trauerkultur

erstellt am: | Kategorie(n): Presse

Kölner Stadt-Anzeiger: Aktiv älter werden

erstellt am: 28.02.2018 | Kategorie(n): Presse

Erste Kooperation der Aktionstage „Gesund & mobil im Alter“ und dem Vorsorge-Tag.

Wer rastet, der rostet: Diese Weisheit ist nicht nur Titel einer Veranstaltung zum ganzheitlichen Gedächtnistraining der Aktionstage „Gesund & mobil im Alter“, sondern auch als Motto der zweitägigen Beratungsmesse zu verstehen.

„Geistige und körperliche Mobilität hält das Altern auf. Als Gesellschaft haben wir ein Interesse daran, dass alle ihre Mitglieder selbstständig und fit bleiben“, sagte Harald Rau, Kölns Dezernent für Soziales, Integration und Umwelt, bei der Vorstellung des Programms. Erstmals finden die Aktionstage und der 11. Kölner Vorsorge- Tag in Kooperation mit dem Gesundheitsamt statt. Dadurch ließen sich die Angebote besser bündeln, um Senioren noch gezielter zu erreichen, so die Veranstalter.

Mehr als 50 Kölner Institutionen, Vereine, Selbsthilfegruppen und Organisationen informieren an zwei Tagen über Hilfen und Beratungsangebote im Gürzenich. Das Themenspektrum reicht von körperlicher Fitness im Alter über Demenzprävention, Pflegeversicherung, den Wandel der Friedhofskultur bis zur Sicherheit vor „Abzocke“. Bei „Zumba Gold“ können die Besucher Fitnessübungen machen, bei „Grummeln im Bauch“ über gesunde Ernährung sprechen oder sich bei „Erbe, Erbschaft, Testament“ beraten lassen. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule diskutiert „Gesundheit bis ins hohe Alter – Zufall oder eine Frage der Vorsorge?“.

„Mit gutem Gefühl älter werden“

„Unser zentrales Anliegen ist es, dass die Kölner mit gutem Gefühl älter werden und weiter in die Gesellschaft eingebunden sind“, erklärte Mitorganisator Josef Terfrüchte, Vorsitzender der Senioren- Servicedienste Köln. Er betonte, dass die Messe nicht Verkaufs- sondern Beratungszwecken dient. Auch generationsübergreifende Angebote gebe es, wenn etwa erwachsene Kinder sich für ihre Eltern informieren möchten. So beispielsweise beim Thema Betreuungsvollmacht, dem Senioren gerne aus dem Weg gingen, erklärt Sigrid Buchholz von der Seniorenvertretung der Stadt, die das Programm miterarbeitet hat. Sie sieht in der Begegnungsmöglichkeit einen weiteren Vorteil zusätzlich zum Informationsangebot. „Man kann Bekanntschaften schließen oder im Nachhinein einen Sportkurs besuchen, den man an den Aktionstagen ausprobiert hat“, sagt sie. Denn Vereinsamung sei ein Risikofaktor, und ein soziales Netzwerk halte gesund. In Köln lebt laut Stadt fast die Hälfte der 60- bis 79-Jährigen alleine. In der Altersgruppe ab 80 sind es bereits knapp 60 Prozent.

Beratungsmesse

Die Aktionstage „Gesund & mobil im Alter“ und der Kölner Vorsorge- Tag finden am Dienstag und Mittwoch, 6. und 7. März, von 9.30 bis 17 Uhr im Gürzenich, Martinstraße 29-37, statt. Der Besuch ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (ao)

Den vollständigen Artikel finden Sie hier als PDF.

Kölner Stadtanzeiger: Gesundheitstage – Informationen rund ums Alter

erstellt am: 27.02.2018 | Kategorie(n): Presse

Mehr als 50 Kölner Institutionen, Vereine, Selbsthilfegruppen und Organisationen, die sich der Gesundheit und den Vorsorgewünschen älterer Kölner Bürger widmen, präsentieren sich und informieren über ihre Hilfs- und Beratungsangebote bei den Aktionstagen „Gesund & mobil im Alter“ sowie „Kölner Vorsorge-Tag“ in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln.

Die kostenfreien Veranstaltungen finden am Dienstag, 6. März, und am Mittwoch, 7. März, erstmals gemeinsam im Gürzenich, Martinstraße 29-37 statt – jeweils von 9.30 bis 17 Uhr. Zum Programm gehören auch 51 Fachvorträge, bei zahlreichen Mitmachaktionen haben Senioren die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Das Themenspektrum beinhaltet aktuelle Erkenntnisse zu gesundheitlichen Themen von körperlicher Fitness im Alter bis hin zu Demenzprävention.

Aber auch finanzielle Aspekte der Vorsorge, die Pflegeversicherung sowie Sicherheit oder zeitgemäße Wohnformen für Senioren. Schirmherrin der Veranstaltung ist Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Anmeldungen sind nicht erforderlich. Das Programm sowie weitere Informationen sind im Internet erhältlich, telefonisch unter der Nummer 0221/221 247 54 sowie per EMail. (ihi) gesund-im-alter@stadt-koeln.de.

www.vorsorgetag.de

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TASPO: Friedhofsmobil im Vergleich

erstellt am: 18.12.2017 | Kategorie(n): Presse

Quelle: TASPO, Nr 33 – 18.08.2017

Kölner Rundschau: Neues Friedhofsmobil ist unterwegs

erstellt am: 17.11.2017 | Kategorie(n): Presse

Über 1600 Fahrten pro Jahr hinterließen am bisherigen Auto ihre Spuren

Schritttempo auf den Friedhofswegen. Das zehrt am Material. Und so häuften sich die Reparaturen am alten Gefährt. Jetzt aber ist man wieder neu motorisiert. Unlängst nahm Josef F. Terfrüchte, Vorstand des Trägervereins „Senioren Servicedienste Köln“, in der Kölner Renault-Niederlassung einen neuen Kangoo entgegen, zur Verfügung gestellt von der Rundschau-Altenhilfe, finanziert aus den Spenden der Rundschau-Leser. „Wir sind dafür sehr dankbar“, sagt Terfrüchte.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier als PDF.

Quelle: Kölner Rundschau, 23.11.2017

Friedhofskultur: Friedhofsmobile im Vergleich

erstellt am: 13.10.2017 | Kategorie(n): Presse

Kölner Stadtanzeiger: Freude über die Anerkennung

erstellt am: 05.09.2017 | Kategorie(n): Presse

EHRENAMTSPREIS. Urkunden für 15 engagierte Gruppen und Einzelpersonen aus Ehrenfeld.